Denkmalimmobilien-Informationen

Denkmalschutz verfolgt das Ziel, Denkmale dauerhaft zu erhalten. Dem kulturellen Erbe einer Gesellschaft kann die Funktion zukommen, anhand dinglicher und sinnlich wahrnehmbarer historischer Zeugnisse über die Geschichte der Gesellschaft zu informieren und somit ein lebendiges Bild der Baukunst und Lebensweise vergangener Zeiten zu erhalten. Denkmalschutz kann auch als Bestandteil der Erhaltung von Lifestyle betrachtet werden. Basis des Denkmalschutzes ist die Denkmalliste, in der alle geschützten Denkmale verzeichnet sind.

Denkmalimmobilien sind nicht nur sehr schön und erhaltenswert, sondern auch wertstabil und in der Regel gut vermietbar. Nur ca. 5,1 Prozent aller Immobilien in Deutschland stehen unter Denkmalgeschutz – auch daraus ergibt sich die Besonderheit dieser Immobilien. Es gibt demzufolge weit weniger Denkmalimmobilien als herkömmliche Objekte, was sich in der Regel auch in der Wersteigerung widerspiegelt. Immobilien, die 100 Jahre oder noch älter sind, verleihen einer Umgebung einen ganz besonderen Charme. Ausserdem sind inflationsgeschützte Denkmalimmobilien vor allem in Krisenzeiten – ein ganz wesentlicher Bestandteil der eigenen Altersvorsorge, bzw. der Vermögensanlage. Dies gilt vor allem auch unter dem Gesichtspunkt der Diversifikation.

Arten der Kulturdenkmale

Unterschieden wird zwischen unbeweglichen und beweglichen Kulturdenkmalen. Zu ersteren zählen Bodendenkmale (so lange sie noch mit Grundstücken verbunden sind) oder Bau- und Gartendenkmale, zu letzteren Museumsgut, Archivalien oder auch Mobilien wie z. B. Dampfeisenbahnen.

Kulturdenkmale lassen sich aufgrund äußerer Eigenschaften in unterschiedliche Kategorien einteilen:

  • Bau- und Bodendenkmale, Gartendenkmale
  • Immobilien und bewegliche Sachen
  • Gesamtanlagen
  • Sachgesamtheiten (Flächendenkmale und Ensembles)

Jede dieser Kategorien erfordert besondere Formen des Schutzes, die in den Gesetzen im Einzelnen ausformuliert sind.

Steuervorteile und Zuschüsse

  • Bei vermieteten Baudenkmalen: Die Investition in eine denkmalgeschützte Immobilie wird durch besondere steuerliche Anreize gefördert. Von den Herstellungskosten für Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind, können im Jahr der Herstellung und in den folgenden 7 Jahren jährlich bis zu 9 % – danach 4 Jahre lang jährlich bis zu 7 % abgeschrieben werden, § 7i EStG. Der Altbauanteil wird mit 2 – 2,5 % abgeschrieben.
  • Bei selbstgenutzten Baudenkmalen: Der Sonderausgabenabzug für Baumaßnahmen an selbst genutzten Baudenkmalen und Gebäuden in Sanierungsgebieten beträgt jährlich bis zu 9 % über 10 Jahre. § 10f EStG.

Voraussetzung ist in beiden Fällen die Bescheinigung der zuständigen Denkmalbehörde, dass es sich um denkmalpflegerisch erforderliche Arbeiten handelt und diese nach den Vorgaben der Denkmalbehörde durchgeführt wurden.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann für Denkmale die Grundsteuer erlassen werden (§ 32 GrStG). Darüber hinaus ist eine Senkung des Einheitswertes möglich, der die Höhe der Grundsteuer bestimmt. Pauschal werden von den Finanzbehörden 5 % anerkannt.